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Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 21:19 Uhr

Welchen Wert haben 4 automatische Mikrospenden-Buchungen im Monat?

Geschrieben von  connormarc

In den letzten Wochen konnte ich schon einige, wenn nicht sogar den Großteil der offenen Fragen zum Thema Bank-Mikrospenden „abarbeiten“. Ich konnte für mich klären, ob das Sammelsystem technisch realisierbar ist, wer eigentlich die Ansprechpartner für das Anliegen sind und auch, welche Wege existieren um die automatischen Buchungen bzw. das Subsystem im Zentralrechner „real“ werden zu lassen.

 

Die zentrale Frage, was denn aber nun 4 regelmäßige und automatische Mikrospenden-Buchungen kosten blieb dabei völlig im Dunkeln bzw. in der „Schattenwelt“ des Bankgebühren-Dschungels (und ich denke, man kann diesen durchaus so bezeichnen) verborgen.

 

Dennoch steht diese Frage im Raum und ich würde heute gerne einen etwas „gewagten“, ersten Ansatz zur Klärung darstellen.

 

Meines Erachtens nach macht es recht wenig Sinn, bzgl. der Gebührenfrage bei einer speziellen Bank anzusetzen. Jede Bank kalkuliert hier anders, stellt eigene Gebührenordnungen auf und es gibt so viele Ausnahmen von den Ausnahmen von den Regeln, dass der Blickwinkel auf einzelne Banken nur noch mehr Verwirrung hervorbringt.

 

Aber es gibt evtl. die Möglichkeit, die Frage nach den Kosten für die 4 zusätzlichen, monatlichen Buchungsposten im Hinblick auf die Rechenzentren von Banken zu beantworten (wenn auch, wie gesagt, nur in einer holzschnittartigen und vagen Form). Demnach wäre es mein Anliegen, diesen Ansatz bei Interesse selbst zu prüfen, ggf. zu korrigieren und etwas nachsichtig mit meiner Rechenvariante zu sein. Mathematik ist mein Steckenpferd nicht.

 

Also gut:

 

Rechengrundlage bilden die Umsatzerlöse der Fiducia IT AG, dem IT-Dienstleister der Volks- und Raiffeisenbanken:

 

2009 beliefen sich die Umsatzerlöse des Unternehmens auf insgesamt: 683,6 Millionen Euro

 

Diese Umsatzerlöse wurden u.a. mit sog. Buchungsposten bei Volks- und Raiffeisenbanken generiert. Insgesamt waren dies im selben Jahr 18,2 Milliarden solcher Posten (darunter fallen Gutschriften und Lastschriften jeglicher Art oder ganz allgemein alle Bewegungen auf dem Bankkonto).

 

Angenommen, die Fiducia IT AG müsste sich allein durch diese Buchungsposten tragen, so entfallen auf jeden einzelnen Posten im Durschnitt:

 

683.600.000 Euro / 18.200.000.000 Buchungsposten = 0.037560439560439564 € /Posten

 

Dieser Wert verringert sich natürlich wenn man davon ausgeht, dass weniger Umsatzerlöse durch Buchungsposten realisiert wurden.

 

Angenommen, von den 683.600.000 Euro wurden 300.000.000 durch die Buchungsposten und der Rest durch anderweitige Geschäftsfelder realisiert, dann würde die Rechnung so aussehen:

 

300.000.000 Euro / 18.200.000.000 Buchungsposten = 0.016483516483516484 € /Posten

 

usw.usw.

 

Wie man das nun weiter rechnet sei mal dahingestellt. Meiner Ansicht nach stellen die 0.037560439560439564 € /Posten damit eine Art „Untergrenze“ dar, mit der sich das Unternehmen quasi selbst "trägt".

 

Was bedeutet das nun für meine 4 automatischen und regelmäßigen Mikrospenden-Buchungen im Monat?

 

 Lassen wir einmal die Bank und den Gebühren-Dschungel außer Acht, dann kann das Rechenzentrum die 4 regelmäßigen, automatischen Mikrospenden-Buchungen kostendeckend realisieren wenn ich bereit bin, dafür:

 

4 * 0.037560439560439564 € = 0.15024175824175825 € im Monat an Gebühren zu zahlen.

 

Bei einem angenommenen, durchschnittlichen Mikrospenden-Sammelbetrag von 1,60€ / Monat wären dies nahezu 10% Gebühren für den „Service“ des Rechenzentrums. Anders gesagt: Von jedem mikrogespendeten Euro würden 90 Cent in der Region „ankommen“. Dies jetzt zu „bewerten“ steht auf einem ganz anderen Blatt.

 

Ob Bank-Mikrospenden auch nur den Hauch einer Chance hat, realisiert zu werden wird sich aber, meiner Meinung nach, nicht aufgrund von Buchungsposten-Kosten entscheiden. Dafür arbeiten unsere Rechenzentren heutzutage einfach viel zu effektiv. Die Entscheidung für den Service fällt mit der Akzeptanz beim Bankkunden. In dieser Sache bin ich (relativ) sicher.

 

 

PS:

Sollte dieser Rechenzentren-Rechenansatz falsch oder mit anderen Worten „völlig daneben“ sein, würde ich mich über eine Korrektur freuen.

 

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