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Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 22:22 Uhr

Mikrospende, Kaugummi, Transaktion. Nur #Mut!

Geschrieben von  connormarc

Kleinstspenden kleben auch in Zeiten der Automatisierung wie Kaugummi an bestimmten Transaktionen. Diese Lektion konnte ich während der letzten Tage lernen, in denen ich 4 US-Druckschriften, die Spuren von automatisierten Kleinstspendenvorgängen enthalten, näher kennen lernen durfte.Und ich frage mich: Können Bank-Mikrospenden vielleicht die enge Verbindung zwischen Transaktion und Spende lockern, diese voneinander entkoppeln? Darf meine Bank denn trennen, was scheinbar auf Gedeih und Verderben zusammen gehört? Und hier ist nun wirklich nicht die Rede von einem öden, langweiligen und berechenbaren Spenden-Dauerauftrag...

Die enge Verbindung zwischen Spende und Transaktion spürt jeder Kleinstspender z.B. in dem Moment am eigenen Leib, wenn er sich an der Kasse im Einzelhandel entscheiden darf (entscheiden kann, entscheiden muss), ob denn die Differenz zwischen dem Rechnungsbetrag und dem Zahlungsbetrag für einen wohltätigen Zweck gespendet werden soll.

 

Ein „Heidenspaß“ und auch wahnsinnig unkompliziert, sofern niemand hinter einem an der Kasse steht. Manchmal teilt man das Vergnügen noch mit einem postmodernen „Spendomaten“, der einen dann zwischen Eintüten und Plausch mit der Verkäuferin gleich nochmals mit weiteren Entscheidungspfaden konfrontiert. Wie hoch spenden? Entscheiden sie jetzt und bestätigen sie dann einfach noch mit dem „OK“-Button. Ob das nun ein wahres Einkaufsvergnügen oder doch eher ein Fall für den Wertstoffhof ist bleibt jedem natürlich selbst überlassen. Nichts muss und alles kann beim automatisierten Spenden.

 

A propos Alles: In einem anderen Beispiel wurde bereits der gesamte Spendenvorgang am point of sale automatisiert, somit der „Spendomat“ überwunden und das Verfahren dank der für das Spenden freigeschalteten Kreditkarte so gestaltet, dass bei wirklich jedem Einkauf gespendet wird. Das ändert aber nicht wirklich etwas an der Tatsache, dass die direkt vorausgehende Transaktion eine notwendige Bedingung für die sich anschließende Kleinstspende darstellt. Anders gesagt: Ohne Einkauf, keine Transaktion und ohne Transaktion keine Spende. Klingt banal und ist es auch. Wer jetzt doch lieber tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann das z.B. hier nachvollziehen:

 

http://www.wikipatents.com/US-Patent-6088682/funds-distribution-system-connected-with-point-of-sale-transactions


Ein nächstes Beispiel für die bis dato vorherrschende, symbiotische Verbindung zwischen Transaktion und Spende ergibt sich dann, wenn man sich entscheidet, dass sog. „financial instruments“ beim Kleinstspenden eine Rolle spielen sollen. In der Praxis kann man sich dann entscheiden, ob z.B. die monatliche Gehaltsabrechnung (= „financial instrument“) die regelmäßige Grundlage für eine Kleinstspende darstellen soll. Und siehe da: Sobald das monatliche Gehalt auf das Konto wandert, wird dank Automatisierung fleißig abgerundet und die Spende auf ein Sammelkonto transferiert. Ein ganz alltägliches Beispiel aus der Welt des automatisierten Spendens und z.B. hier verschriftlicht:

 

http://ip.com/patent/US7080775

 

Aber auch in diesem Fall gilt: Ohne Transaktion fällt die Spende aus. Die der Kleinstspende zu Grunde liegende Transaktion, der Eingang des Monatsgehalts, ist unverzichtbar um das Verfahren funktionstüchtig zu halten.

 

Das leuchtet im Allgemeinen ein und genau an dieser Stelle endet für die meisten Menschen dann schon die noch kurze Geschichte des automatisierten Spendens, was wirklich sehr schade ist. Denn eigentlich fängt ja hier alles erst an. Und auch wenn mein Wunsch, dass meine Bank die Spende endlich einmal von der Transaktion entkoppelt und somit eine neue und eher „chillige“ Mikrospenden-Variante einsetzt bis dato nicht umgesetzt wird behaupte ich weiterhin, dass gerade diese Entkopplung der Spende von den auf diese bezogenen Transaktion das automatisierte Spenden auf einen nächsten Level heben kann.

 

Denn mal ehrlich, ich befürchte schon jetzt das irgendwann die Zeit kommt, in denen einem die allgegenwärtige Konfrontation mit dem Thema Spenden und auch Kleinstspenden im Alltag mächtig auf die Nerven geht. Da kann es meiner Meinung nach schon beruhigend sein, wenn man weiß, dass das Subsystem im Bank- Rechenzentrum 4 Mal monatlich genau das macht was es machen soll, nämlich Spendensammeln unabhängig von irgendwelchen damit verbundenen Transaktionen/ Einkäufen etc.

 

Dann muss ich mich beim nächsten Einkauf auch nicht mehr mit einem „Spendomaten“ herumschlagen während ich parallel und eher unbewusst im Kopf überschlage, wie hoch ich nun gerade mit diesem Einkauf gespendet habe. Aber vielleicht kommt auch alles ganz ganz anders, wer weiß das schon?

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