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Sonntag, den 29. Mai 2011 um 10:46 Uhr

Wort am Sonntag: "Kein Geld gibts nicht mehr!"

Geschrieben von  connormarc

Kommunal- oder stadtpolitische Entwicklungen im Bereich Soziale Arbeit, wie aktuell die bevorstehende Schließung bzw. der bevorstehende Standortwechsel des JZE Essen, stellen mich immer wieder aufs Neue vor die Frage des Vorhandenseins von Geld bzw. dessen Nicht-Vorhandensein. Die Einen nennen das Mangel oder Knappheit und sind mit dieser Erkenntnis dann mehr oder weniger zufrieden. Ich persönlich bin zunehmend genervt, ohne die Hoffnung auf neue Wege vollends aufgegeben zu haben.

 

 

 

 

Und während sich die Einen bestenfalls über das Vorhandensein von Geld freuen, stellt das Nicht-Vorhandensein Andere vor Fragen dessen Verteilung:

 

„Beispielsweise wird es so dargestellt, als ob es kein Geld gäbe. Aber vor allem an Prestigeprojekten wie RUHR.2010 sehen wir, dass für Dinge, die den Wirtschaftsstandort fördern und Unternehmen anlocken sollen, sehr wohl Geld locker gemacht werden kann.“

 

Natürlich ist Geld vorhanden. Immer und überall, aber vielleicht nicht gerade in ausreichender Höhe und für ein Jugendzentrum. Und Geld führt hier auch nicht unmittelbar zu mehr Geld, das ist bekannt – vor allem in der Sozialen Arbeit. Aber wenn Geld da ist, was fehlt?

 

Auch wenn es vielleicht etwas aus der Mode gekommen ist oder wahrscheinlich nie eine war:

 

Vielleicht wäre gerade jetzt, wo in Bälde mittels Google bezahlt werden kann und soll, wo sich Menschen über alternative Wege der Kulturförderung mittels Crowdfunding so ihre Gedanken machen und auch Banken und deren IT-Dienstleister mehr denn je aufgerufen sind, innovative Wege im Zahlungsverkehr nicht nur zu beobachten sondern auch zu erproben und bei Erfolg zu implementieren...

 

Vielleicht wäre gerade jetzt und hier ein ganz guter Zeitpunkt, sich nicht nur in „Mini-Nischen“ sondern auch breitenwirksamer mit Fragen der Verteilung von Geld zu beschäftigen. Klingt vielleicht ein wenig nach „Wort zum Sonntag“ (in dem es dann auch um Finanzierung geht), wollte ich aber unbedingt an eben jenem Sonnigen im Mai mal loswerden.

 

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