Natürlich nicht. Aber einfacher wäre es natürlich.
Und ganz so aussichtslos, wie es sich oben darstellt ist es gar nicht mal. Auch wenn die Fortschritte marginal sind, so sind doch welche zu verzeichnen. Hier mal wieder ein Weblog, dort ein Vermerk. So klein und unscheinbar, dass dies kaum einer wahrnimmt.
Wesentlich interessanter scheint hingegen das, was sich bereits im besser sichtbaren Bereich, ja fast schon in der öffentlichen Sphäre abspielt. Hier, von allen wahrnehmbar, die sich für so etwas interessieren, ist doch eine gewisse Bewegung vorhanden.
Konkret:
Ab März 2012 greifen verschiedene „Aktionspartner“ aus dem Handel das Thema Spenden auf. Spenden nach dem Konsumieren. Ob und wie sich die Verknüpfung dieser, aus psychologischer Sicht völlig unterschiedlicher Handlungen „verträgt“ bzw. ineinander greift oder eben nicht, bleibt abzuwarten. Solche Ansätze bringen vereinzelt weitere „Gedankenspiele“ hervor und es ist nicht abzusehen, welche zukünftigen Entwicklungen dadurch angestoßen werden könn(t)en.
So heißt es im Artikel und in den Kommentaren:
„Vielleicht gibt es ja irgendwann einmal eine Kooperation mit Banken, bei denen man spezielle EC-Karten bekommen kann, mit denen bei der Bezahlung automatisch ohne Nachfrage aufgerundet wird.“
oder
„Den Gedanken die Banken mit einzubeziehen und auf Wunsch automatisch die Beträge bei Zahlung mit EC Karte aufzurunden finde ich gut, auch wenn mir das persönlich egal ist.“
Mit diesem bloßen "Spielen" von Gedanken könnte Sie eigentlich schon eröffnet werden, die Auseinandersetzung mit den Großen, mit den Zentralen, mit den Verbänden und Fusionen. Die Auseinandersetzung mit dem Für und Wider von (regionalen) Bank-Mikrospenden. Auffällig übrigens, in beiden Aussagen, das Wörtchen "automatisch" - und dies in Verbindung mit einem elektronischen Spendenvorgang.
Ist der Mensch letztlich doch ein nach Komfort strebendes Wesen, das den Gedanken, Geldverteilung (und was wenn nicht das, ist spenden?) könne doch technologiegesteuert sein, zulassen kann? Wäre doch mal was Neues, dies herauszufinden.
Denn von einem Aspekt bin ich nach wie vor überzeugt:
Ja, die Kooperation mit Banken, um elektronisches Spenden (auch regional) zu realisieren und zu etablieren ist möglich – nicht nur vielleicht.
Aber nur dann, wenn der Nutzen für Banken ggü. deren Kosten für den Einsatz des Verfahrens überwiegt. Man sollte an dieser Stelle beizeiten weiter überlegen.
Und ganz abgesehen von den (sicherheits)technischen Herausforderungen, solche Verfahren „zentral“, vielleicht sogar automatisiert ablaufen zu lassen werden sich die einzelnen Sammeltransaktionen an den dafür anfallenden Kosten messen lassen müssen. Aber das ist lediglich Mathematik und damit rechenbar.
Auch wenn es jetzt die einzelnen Banken noch gar nicht wissen (können), so arbeiten deren IT-Dienstleister unbewusst heute schon darauf hin, elektronische, zentral-gesteuerte Sammelverfahren zukünftig rechenbar zu machen.
Denn nachdem die IT-Dienstleister der Sparkassen den Weg der Fusionen bis hin zum „Super-Rechenzentrum“ bereits gegangen sind, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die der Genossenschaftsbanken nachziehen werden:
„(...) zwei unterschiedliche genossenschaftliche Rechenzentralen sind einfach zu teuer. Ein Blick auf die Sparkassen zeigt ja auch, wie es gehen kann. Dort ist man den Weg schon gegangen und hat inzwischen durch Fusionen eine Rechenzentrale etabliert. Dadurch können die IT-Dienstleistungen 40% günstiger angeboten werden.“
Spätestens wenn diese Fusion geregelt und damit die IT „unter einem Dach“ ist wird sich zeigen, wie mit dem ungeheuren Potential dieses hochtechnologischen Apparates umgegangen wird. Mich persönlich würde es freuen, wenn ein Teil dieses Systems (Subsystem) für den Einsatz im Sinne einer Gemeinnützigkeit freigestellt würde.